Rehabilitationszentrum
Lutzenberg
Aufstockung von bestehender Gebäudestruktur um ein weiteres Geschoss mit Wohn- und Nebenräumen mit funktionaler Verbindung von Werkstatt und Wohngruppe.
Die im Jahr 2018 erbaute Gebäudestruktur wurde basierend auf der Wettbewerbsidee von Flühler Architektur um ein Geschoss aufgestockt, das Wohnräume und Nebenräume für eine neue Wohngruppe umfasst. Die Herausforderung bestand darin, die bestehende Werkstattnutzung mit der neuen Wohnnutzung funktional zu verbinden und dennoch eine klare Trennung zu schaffen. Das Gebäude wird als "mittlere Höhe“ und Wohn- und Gewerbegebäude in Anlehnung an ein Gebäude des "Beherbergungsbetriebs a“ eingestuft, wodurch erhöhte Anforderungen an den baulichen und technischen Brandschutz gestellt werden.
Die Tragstruktur der Aufstockung baut gezielt auf dem bestehenden Raster auf. Um die bestehende Decke nicht zusätzlich zu belasten und vorhandene Reserven der Innenstützen zu nutzen, wurde das Dachgeschoss mit einem im Pultdach integrierten, beidseitig auskragenden Tragwerk aus Brettschichtholz realisiert. Die horizontale Aussteifung erfolgt über die Decken- und Dachscheiben aus Holz und den Liftkern in Stahlbeton. Die Aussenwände wurden in tragender Holzrahmenbauweise realisiert, während die Innenwände flexibel anpassbar sind. Die bestehende Decke wurde in Bezug auf die Statik sowie den Schall- und Brandschutz von unten und oben ertüchtigt und mit neuen, unter der Decke auch akustisch wirksamen Oberflächen versehen.
Holzbau
Brandschutz (QSS2)
Bauherrschaft
Amt für Immobilien Appenzell Ausserrhoden
Architektur
Flühler Architektur GmbH, St.Gallen
Ausführung
2024 – 2025
Fotos
© flühler architektur gmbh